Samstag, 15. August 2026
15:00 St. Pigs Pub
19:00 Open Air Bühne
Johannes Enders tsax
Joris Teepe bs
Gene Calderazzo dr
Vor drei Jahren verließ einer der letzten großen Vertreter des Avandgarde Jazz aus dem Umfeld von John Coltrane, Pharoah Sanders, diesen Planeten. Sanders gilt als einer der Begründer des Ethno Jazz, wobei er die spirituellen Traditionen Afrikas oft in seine Musik einbezog und zum Thema machte. Grund genug für Johannes Enders diesen großartigen Tenor Saxophonisten mit einem Tribute zu feiern. Sein 2024 erschienenes Album “The Creator Has A Masterplan B” ist eine Hommage an das Werk des großen Tenoristen. Gemeinsam mit dem niederländischen Bassisten Joris Teepe und dem US-amerikanischen Schlagzeuger Gene Calderazzo, der noch mit Sanders auf der Bühne stand, lässt Enders den Geist des Giganten in eigenen Kompositionen wieder aufleben.
Johannes Enders zählt weit über die Grenzen Deutschlands hinaus zu den wohl produktivsten und experimentierfreudigsten Tenorsaxophonisten seiner Generation. Der 2-Meter-Mann aus Weilheim, der in München, Graz und New York studierte, ist ein umtriebiger kreativer Geist, dessen immenser künstlerischer Output voller Überraschungen steckt. Dafür wurde er in den letzten Jahren mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Kulturförderpreis der Stadt München, dem SWR Jazz Preis, dem Neuen Deutschen Jazzpreis, dem Deutschen Musikautorenpreis und dem Echo Jazz.
Joris Teepe ist ein niederländischer Jazzbassist, Komponist und Produzent, der seit den 1990er-Jahren in New York City lebt. Nach seinem Studium am Konservatorium von Arnheim zog er 1992 in die USA und etablierte sich dort rasch in der internationalen Jazzszene. Teepe arbeitete u. a. mit Rashied Ali, Benny Golson, Sonny Fortune, Don Braden, Steve Slagle, Eric Alexander, Billy Hart und Cecil Payne. Als Bandleader veröffentlichte er zahlreiche Alben unter eigenem Namen. Neben seiner Tätigkeit als Musiker ist Teepe auch als Arrangeur, Produzent und Pädagoge.
Gene Calderazzo ist ein US-amerikanischer Drummer. Ebenso wie sein jüngerer Bruder Joey Calderazzo gehört Gene zu den besten seiner Zunft. Er spielte mit Branford Marsalis, Joe Henderson, Michael Brecker, Benny Golson, Pharoah Sanders und vielen mehr. Seit 1995 lebt er in Großbritannien, wo er an mehreren Instituten lehrte und lehrt.